Partnerschulen

Durch die Übertragung vieler arbeitsintensiver Aufgaben und die zunehmende Verrechtlichung des Schulwesens benötigt eine moderne Schule ein wesentlich höheres Zeitbudget für alle Leitungs- und Verwaltungsaufgaben. Insbesondere die Ressourcen für die engagierten Kolleg/innen müssen erheblich ausgeweitet werden um den Schulalltag zu meistern und Verantwortung für die Qualität der Erziehung und Bildung der Schüler zu übernehmen. Diese Entwicklung war Initial zur Gründung des Humboldteums um KollegInnen an Deutschen, Österreichischen und Schweizer Auslandsschulen durch die Organisation von Extracurricula den Rücken für Ihre pädagogische Basisarbeit frei zu halten.

Eine Auslandsschule ist eine Schule die ihre Bildungsziele, Lehrpläne und Abschlüsse am Heimatland orientiert, die aber im Ausland angesiedelt ist. Der Unterricht findet teilweise in deutscher Sprache statt, zumindest im Fach Deutsch als Fremdsprache. Dazu entsenden die Heimatländer Lehrer für einen gewissen Zeitraum. Alle Auslandsschulen beschäftigen auch Lehrkräfte aus den jeweiligen Gastländern, die in der Landessprache unterrichten. Das Kollegium ist somit zumindest zweisprachig, vielfach zählen auch LehrerInnen weiterer Länder bzw. Sprachen mit zum Team. Aus Sicht des Gastlandes handelt es sich um eine Internationale Schule. Die Abschlüsse sind im Gast- wie auch im Heimatland größtenteils anerkannt, die Schulen - meist in privater Trägerschaft - werden von der öffentlichen Hand des Heimatlands gefördert.

Für die Betreuung der derzeit 140 Deutschen Auslandsschulen auf allen Kontinenten ist die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) im Bundesverwaltungsamt Köln zuständig. Die ZfA unterliegt dabei der Fachaufsicht des Auswärtigen Amtes und arbeitet mit dem Bund-Länder-Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland (BLASchA) zusammen. Über die Befugnis zur Verleihung deutscher Schulabschlüsse entscheidet die Kultusministerkonferenz.
Mehr Info unter www.auslandsschulwesen.de

Laut der Auslandschweizer-Organisation (ASO) werden weltweit 18 Schweizer Schulen im Ausland betreut, die rund 6700 Kindern Unterricht nach schweizerischen Grundsätzen vermitteln. Die Schweizer Schulen sind private Einrichtungen der einzelnen Auslandschweizer-Gemeinschaften, aber von der Schweizerischen Eidgenossenschaft anerkannt. Die Schüler können jederzeit ohne Probleme ins Schweizer Schulsystem wechseln. Falls sie mit der Matura oder mit dem International Baccalaureate abschliessen, können sie anschliessend in der Schweiz studieren. Die Schweizer Auslandsschulen werden vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten gefördert.
Mehr Info unter www.aso.ch/de/angebote/schweizer-schulen-im-ausland

Die 8 Österreichischen Auslandsschulen orientieren sich am jeweils für die Schulform gültigen österreichischen Lehrplan, nehmen aber auch Rücksicht auf landesspezifische curriculare Vorgaben. Die Schulen werden in erster Linie von SchülerInnen des Gastlandes besucht. Die Österreichischen Auslandsschulen unterliegen der Fachaufsicht des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Wien.
Mehr Info unter www.bmukk.gv.at/schulen/schulen/ausland